Tomaten können uns mehr über die Arbeit an Projekten beibringen, als man auf den ersten Blick denken würde.

Tomaten können uns mehr über die Arbeit an Projekten beibringen, als man auf den ersten Blick denken würde. In diesem Beitrag habe ich drei Lektionen zusammengefasst, die mir mein Balkongarten im Allgemeinen und Tomatenpflanzen im Besonderen beigebracht haben.

Lektion 1: Geduld muss sein

Geduld muss sein, beim Tomatenanbau und bei Projekten!

Ganz gleich, ob es um Tomaten oder Projekte geht: Geduld muss sein!

Tomatenpflanzen, die man im Baumarkt, im Gartencenter oder bei der Gärtnerei kauft, sind normalerweise kaum 20cm hoch. Innerhalb weniger Wochen wächst eine fast mannshohe Pflanze heran, an der nach gelben Blüten endlich saftige Tomaten heranreifen. Das passiert aber nicht über Nacht, sondern braucht seine Zeit.

Genau wie bei Tomatenpflanzen zahlt es sich bei Projekten aus, jede Phase der Entwicklung genau zu beobachten. Jede Phase eines Projekts hat ihren Zweck, damit am Ende ein gutes Ergebnis dasteht. So sehr man auch dem Ende eines Projekts entgegenfiebert, sollte nichts überstürzt werden.

Lektion 2: Konzentration auf das Wesentliche

Das Wesentliche sollte immer im Fokus bleiben; Stichwort Ausgeizen

Jeder Hobby-Gärtner kennt es: ist die Tomatenpflanze erst einmal im Wachstum, muss darauf geachtet werden, dass sie nicht zu sehr „ins Kraut“ wächst. Die Geiztriebe müssen regelmäßig entfernt werden.

Vernachlässigt man diesen Schritt, hat die Pflanze weniger Kraft, um Früchte heranreifen zu lassen und die ganze Energie geht in das für uns Hobby-Gärtner recht nutzlose Grün.

Auch bei Projekten ist es wichtig, das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren. Auch wenn es viele interessante „Neben-Stränge“ gibt, denen man nachgehen könnte, ist es doch wichtig, den Projektplan und das angestrebte Ergebnis nicht aus den Augen zu verlieren. Ab und an mal bei den Aufgaben „auszumisten“ und sich wieder auf das Ziel zu fokussieren tut jedem Projekt gut.

Lektion 3: Einflüsse von Außen

Nicht auf alles hat man Einfluss, sei es der Regen oder die Kollegen.

Das dritte wichtige Element beim Tomaten anbauen nach Geduld und Pflege der Pflanze ist der äußere Einfluss durch das Wetter.

Alles Ausgeizen und die Geduld sind nutzlos, wenn die Sonne nicht genug scheint oder es zu viel regnet. Tomatenpflanzen mögen zwar leicht feuchte Erde, aber keinen Regen. Fehlt der Sonnenschein, werden die Früchte nicht rot und fangen im schlechtesten Fall noch am Strauch an zu faulen.

Auch bei Projekten gibt es immer Elemente, die außerhalb unseres Einflusses liegen. Der Umgang mit Tomatenpflanzen und das Warten auf genug Sonnenschein (gerade in Norddeutschland…) lehren die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die man nicht ändern kann und gegebenenfalls um sie herum neu zu planen.